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Nach dem den Kindern das Zusammenbauen von Modellen im letzten Jahr gut gefallen hatte,
bin ich gefragt worden, ob ich dieses Jahr wieder mit den Kindern Modelle basteln
wollte. Letztes Jahr war die Begeisterung der Kinder sehr groß, so dass sich mir diese
Frage gar nicht stellte.
Da die Kinder jetzt ein Jahr älter sind und auch schon mal mit dem Modellbau Kontakt
hatten, konnten die Modelle nun eine Stufe schwieriger sein. Während es letztes Jahr
ausschließlich Steckmodelle waren, waren es dieses Jahr einfache Bausätze für deren
Zusammenbau man allerdings Klebstoff benötigte.
Sowohl die Modelle wie auch der Klebstoff wurden mir vom DPMV
(Deutscher-Plastik-Modellbau-Verband) zur Verfügung gestellt.
An diesem Freitagvormittag, den 10.03.3006, hatten die Kinder ihren ersten Teil der
"Fahrradprüfung". Sie lernten also wie man mit einem Fahrrad am Straßenverkehr
teilnimmt. Entsprechend aufgeregt waren dann auch die Kinder als sie ihren Klassenraum
betraten. Nachdem die Ruhe wieder eingekehrt war, verteilte ich die Bausätze an die
Kinder. Ich hatte vorher die Bausätze nochmals in Schwierigkeitsstufen eingeteilt. An
Kinder welche seit dem letzten Jahr keine Modelle gebaut hatten verteilte ich die
einfachen Steckbausätze bis hin zu Kindern welche schon Modelle gebaut hatten. Ich
wollte damit erreichen, dass die Kinder von den Bausätzen nicht überfordert werden und
dann vielleicht frustriert, ob der Schwierigkeiten beim Bau der Bausätze, aufgeben
würden.
Tatsächlich stellte sich im Laufe der mir zur Verfügung stehenden Zeit heraus, dass die
Einteilung der Modelle gut war. Wie auch im vergangenen Jahr gab es Kinder welche ganz
alleine den Bausatz zusammenbauten. Andere Kinder wiederum benötigten schon etwas
intensivere Hilfe. Schön war auch, dass kein Kind aufgab, sondern alle bauten bis zum
Ende der Unterrichtsstunde intensiv an ihren Modellen. Fast alle sind mit ihren Modellen
fertig geworden. Einige waren so weit, dass man schon mit den Abziehbildern beginnen
konnte.
Für mich selbst als Erfahrung kann ich feststellen, dass 1:144 Flugzeugmodelle für
Kinder ohne Modellbau-Erfahrung ungeeignet sind, deren Bausteile sind einfach zu klein.
Sehr gut geeignet sind einfache 1:72 Propeller-Flugzeug-Modelle. Diese können von den
Kindern relativ problemlos selbst zusammengebaut werden.
Absolute Spitzenreiter in der Beliebheitsskala der Kinder waren, wie im vergangenen
Jahr, die Steckmodelle mit fertig vorlackierter Karosserie. Die Frage an mich lautete
nun, wie geht es jetzt weiter? Sicherlich kann man noch ein zwei, drei Mal die Kinder
einfach Modelle zusammenbasteln lassen, aber danach muss zwangsläufig die nächste Stufe
erfolgen: Das bemalen der Modelle. Hier sind dann allerdings die Möglichkeiten im
Unterricht erschöpft. Dies kann nicht mehr in einem normalen Unterrichtsraum erfolgen,
sondern hier muss man dann in einen Werkraum ausweichen.
Mein Dank gilt dem DPMV und besonders Bringfried Schurak für die unkomplizierte
Unterstützung mit Bausätzen und Klebstoff.
Michael Ullmann,
Friedrichshafen am Bodensee




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